Schallemissionsanalyse

Schallemissionsanalyse (SEA) bezeichnet die integrale, zerstörungsfreie Prüfung oder überwachung von Komponenten und Bauteilen. Voraußetzung dafür ist eine Beanspruchung des Prüfobjektes. Fehler im Werkstoff, die bei einer solchen Belastung entstehen, sich vergrößern oder verändern, können registriert und analysiert werden.

Bei Belastung eines Objektes (z.B. bei einer Druckprüfung) treten mechanische Spannungen auf. Werden diese lokal zu groß, erfolgt ein Spannungsabbau beispielsweise durch Rissbildung. Dabei wird die Spannung in Form von Ultraschallwellen frei. Diese breiten sich im Material aus und werden durch empfindliche Aufnehmer registriert. Mit der Kenntnis der genauen Position der Aufnehmer und der Schallgeschwindigkeit des Prüfobjektes kann der Quellort eines so genannten Schallemissionsereignisses bestimmt werden.

Vorgehensweise: SEA bei einer Druckprüfung

  • Zugänglichkeit muß gegeben sein (Rüstung)
  • Vorbereitung des Prüfobjektes
  • Druckprüfung: Definierte Belastung des Objektes bis zum Prüfdruck, dabei erfolgt eine ständige überwachung durch die SEA)
  • Entlastung bis auf Betriebsdruck
  • Rückbau der Sensoren und Analyse der Messdaten
  • Überwachung und Begleitung von Druckprüfungen von Behältern und Rohrleitungen zur Ermittlung kritisch aktiver Defekte
  • Ermittlung von kritischen Zuständen bei der Autofrettage von Hochdruckbauteilen
  • Dichtheitsprüfung von komplexen Bauteilen
  • Charakterisierung von verschiedenen Werkstoffen bezüglich ihres Schallemissionsverhaltens
  • Bewertung der Güte der Haftfestigkeit von Beschichtungssystemen
  • Zustandsbewertung von Flachbodentanks
  • wiederkehrende Prüfung von erdgedeckten freistehenden Flüssiggas und Wasserstoffbehältern sowie Erdgastankstellen bis zur Prüfbescheinigung

Fragen beantwortet Ihnen:

Dipl.-Ing. Dietmar Imhof

Zentrale Leuna

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